Berlin - Hundesteuer in der Bundeshauptstadt.In der Bundeshauptstadt, zugleich die größte bzw. einwohnerreichste Stadt Deutschlands, gibt es eine gestaffelte Hundesteuer. Für den ersten Hund wird eine Hundesteuer in Höhe von 120 Euro fällig, jeder weitere Hund kostet dann 180 Euro. Es handelt sich um eine Jahressteuer, Erhebungszeitraum ist das Kalenderjahr.

Hundesteuer wird in Berlin – Steuerbefreiung

Auf Antrag kann man sich in Berlin von der Hundesteuer befreien lassen:

• Blindenführhunden
• Hunden, die ausschließlich und notwendig dem Schutz und der Hilfe blinder, tauber oder sonst hilfloser Personen dienen,
• Hunden, die in der Ausbildung zu Sanitäts-, Rettungs- oder Blindenführhunden stehen,
• Hunden, welche die Prüfung für die Sanitäts- oder Rettungshunde bestanden haben und für den Schutz der Zivilbevölkerung zur Verfügung stehen.

Die Steuerbefreiung wird ab Antragstellung gewährt. Der Antrag auf Gewährung der Steuerbefreiung ist schriftlich oder elektronisch zu stellen.

Zwar nicht auf Dauer, aber immerhin für ein Jahr (aber eben auch nur auf Antrag) gibt es eine Befreiung von der Hundesteuer für Hunde, die aus Tierheimen, Tierasylen und ähnlichen Einrichtungen des Tierschutzes in den Haushalt aufgenommen werden, insoweit jedoch nur für ein Kalenderjahr

Keine Hundesteuer wird fällig, wenn die Hunde sowieso bereits aus öffentlichen Mitteln finanziert bzw. unterhalten werden. Das trifft zum Beispiel auch für Polizeihunde zu, aber auch für Hunde, die von Vereinen gehalten werden.

Gewerbliche Hundezucht von Hundesteuer in Berlin befreit

Wer einen gewerbsmäßigen Hundehandel bzw. eine solche Hundezucht untererhält, muss ebenfalls keine Hundesteuer in Berlin bezahlen. Denn hier geht man davon aus, dass die Hunde eben zur Erzielung von Einnahmen gehalten werden.

Hundesteuerermäßigung bei Hartz IV bzw. ALG 2?

Das Berliner Hundesteuergesetz sieht keine Vergünstigungen für Hundehalter, die Grundsicherungsleistungen oder Hartz IV beziehen, vor. Es gibt dennoch die Möglichkeit, einen teilweisen Erlass oder sogar einen vollständigen Erlass zu erhalten. Dafür muss man in Berlin aber im Rahmen des § 227Aabgabenordnung (AO) nachweisen, dass eine die Einziehung der Hundesteuer die wirtschaftliche oder persönliche Existenz des Steuerpflichtigen vernichte oder ernstlich efährden würde.

Kampfhunde bzw. Listenhunde bzw. gefährliche Hunde in Berlin

Das Berliner Hundesteuergesetzt sieht keine erhöhte Besteuerung von Kampfhunden (oder Listenhunden oder gefährlichen Hunden) vor.

Wieviele Hunde gibt es in Berlin?

Einem Bericht der Morgenpost von Februar 2017 konnte man entnehmen, dass es in Berlin 105.000 registrierte Hunde gibt. Dabei sollen die meisten dieser Hunde ihr Zuhause in den Außenbezirken haben. Für die Angaben war eine parlamentarische Anfrage nötig gewesen. In etwa 2,5 Jahren (von Februar 2017 an gerechnet wäre das im Sommer 2019) soll es in Berlin dann ein zentrales Hunderegister geben. Anwort Anfrage Hunde in Berlin.

Hundesteuermarken mehrere Jahre gültig

In Berlin sind Hundesteuermarken gleich mehrere Jahre gültig. 2016 wurden neue ausgegeben, diese sind bis 2022 gültig.

Hundesteuer in Berlin seit 1830

In Berlin wird die Hundesteuer bereits seit 1830 erhoben. Dabei soll man früher ohne Gande gegen Hunde ohne Steuermarke vorgegangen sein. Hatte ein Hund keine Steuermakre, so wurde er eingefangen und nach drei Tagen getötet.

Gefunden Seite 68 in einer Fußnote im Buch Alles begann in Berlin. Und diese bezieht sich wohl auf einen Artikel in DIE WELT, 7. Dezember 2001, Eva-Maria Scharmann.

Die aktuelle Hundesteuerverordnung von Berlin löste auch ein Hundesteuergesetz von 1939 ab.

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Hundesteuer in Berlin.

Stand: März 2018

Kategorien: Allgemein

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