Besonders ungerecht finden Hundehalter ja auch, dass sie für ihre vierbeinigen Lieblinge Hundesteuer bezahlen müssen, aber Katzen nicht besteuert werden. Wer Hunde und Katzen im Haushalt leben hat, freut sich natürlich, wenigstens nur für die eine Sorte Fellnase bezahlen zu müssen, wer aber nur auf den Hund gekommen ist, findet das meist auch zutiefst ungerecht.
Fragt man dann mal Katzenbesitzer, ob sie nicht meinen, dass es gerechter wäre, wenn sie auch Steuern für ihre Samtpfoten bezahlen müssten, hört man als Hundefreund dann doch manchmal sehr abstruse Behauptungen. Wobei es bei der Diskussion Steuer für Hunde nicht darum gehen sollte, eine allgemein Steuer für Tiere einzuführen, also auch Katzen zu besteuern. Das Ziel sollte eher lauten, Hunde ebenso wenig wie Katzen zu besteuern und nicht Katzenhalter wie auch Hundehalter mit einer Steuer ohne Gegenleistung zu bestrafen.

Warum gibt es keine Katzensteuer?

Ein Hauptargument von Katzenhaltern gegen die Katzensteuer und zur Begründung einer Besteuerung von Hunden lautet:

Hunde hinterlassen überall ihre Haufen, die wenigsten Hundebesitzer machen diese weg. Katzen seien da viel reinlicher, würden diese dann doch mal im Freigang irgendwo ihren Kot hinterlassen, würden diese den ja verbuddeln.

Gegen diese Argumentation gibt es mindestens drei Gegenargumente von Hundehaltern:

  • Hundesteuer dient nicht dazu die Reinigung der Straßen zu bezahlen.
  • Unbelehrbare Hundehalter, die den Kot ihrer Tiere nicht beseitigen können zudem mit einem Bußgeld belegt werden, es ist also nicht notwendig alle Hundehalter für die Unbelehrbarkeit anderer zahlen zu lassen.
  • Freilaufende Katzen sind durchaus ein Problem. So ärgern sich ab Frühjahr regelmäßig Gartenbesitzer darüber, bei der Gartenarbeit in etwas greifen zu müssen, was eben keine Erde ist. Und längst nicht jede Katze verbuddelt. Wären freilaufende Katzen und was diese alles anstellen können kein Problem, würde es sicherlich keine Tipps und Tricks zum Katzen vertreiben geben. Auf solchen Seiten werden dann auch noch Geräte angeboten, die dazu noch als Katzenschreck angeboten werden. Wären Katzen gar kein Problem für ihre Umwelt, würde es Tipps zum Thema Katzen verjagen, vertreiben und fernhalten ebenso wenig geben, wie verschiedene Katzenschreck Gerätschaften.

Natürlich hört man auch, dass die Hundesteuer dazu dient, die Population an Hunden zu kontrollieren (schließlich sind die Tierheime auch voll von unerwünschten Hunden). Aber hier tun Katzenhalter so, als wenn es nur Wunschkatzen auf der Welt gibt. Aber im Käfig neben dem unerwünschten Hund sitzt eben oft genug auch mindestens eine Katze, die niemand mehr haben wollte. Und gerade in Großstädten (auf dem Land fallen sie eben weniger auf), gibt es sehr häufig große Probleme mit verwilderten Katzen. Katzen, die ohne Menschen leben und sich, wenn sie nicht kastriert werden, weiter vermehren, so dass es zu sehr vielen Katzen gibt, die miteinander kämpfen müssen.

Es würde also durchaus auch Sinn machen mit einer Katzensteuer die Katzenpopulation zu kontrollieren.

In Berlin sollen es mehrere tausende frei lebende Katzen geben (Quelle: TVB – Tierschutzverein Berlin Artikel frei lebende Katzen.) 17000 bis 35000 sollen es laut einer Erhebung von 2009 sein. Spiegel Online berichtete 2010 sogar vone iner Katzenplage und 40.000 verwildert lebende Katzen bzw. Straßenkatzen in Köln (Artikel: Kranke Streuner).

Freilebende Katzen können durchaus zum Problem werden.

Aus meiner Sicht gibt es zwei Möglichkeiten für eine Hundesteuer bzw. Tiersteuer

  • Abschaffung der Hundesteuer um die Ungerechtigkeit gegenüber Katzen, Ponys, Fischen, Vögeln etc. zu beseitigen.
  • Es werden alle Tiere besteuert, die das Potential haben, draußen herum zulaufen, also Ponys und Pferde ebenso wie Hunde und Katzen. Das Geld hieraus kommt aber ausschließlich und nur dem Tierschutz und den Tierheimen zu Gute.

Die Steuer sollte einheitlicher und gerechter gestaltet werden. Erste und zweite Hunde werden ebenso wie erste und zweite Katze gleich besteuert, erst ab dem dritten Tier wird es etwas teurer.

Andere Ideen? Packt die doch bitte einfach an die Kommentare …

Anmerkung: Ebenso wie es den Katzenschreck gibt und sich Menschen über Katzen im eigenen Garten ärgern, gibt es natürlich auch Menschen, die gerne Hunde vertreiben würden oder ihr Eigentum vor Hunden schützen wollen. Sei es den Vorgarten, der nicht eingezäunt ist und daher von den Hunden als Hundeklo genutzt wird (weil ihre Herrchen und Frauchen sie lassen), sei es, weil es sie stört, dass ständig ihre Autoreifen angepinkelt werden. Ich möchte hier nicht freilaufende Katzen an sich schlecht machen, nur eben in Abrede stellen, das dies gänzlich unproblematisch ist.

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